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Viel politische Prominenz beim VdK

Goldene Ehrennadel für Elfriede Behnke - Am 18. April Jahreshauptversammlung

In Anwesenheit mehrerer Abgeordneter von Land und Bund und des Kreistages fand am Traditionstermin 6. Januar 2020die Jahresfeier des VdK-Ortsverbandes Denzlingen statt. Im Namen des Landesverbandes zeichnete der Kreisvorsitzende, Winfried Höhmann, die Denzlinger VdK-Vorsitzende, Elfriede Behnke, für ihre Verdienste mit der Ehrennadel in Gold aus. Traditionell statteten die Sternsinger den VdK-Mitgliedern bei der Jahresfeier einen Besuch ab.

Die Vorsitzende hieß eingangs alle Besucher im Lothar-Fischer-Saal des KuB willkommen, darunter die Abgeordneten Peter Weiß und Dr. Johannes Fechner vom Bundestag sowie die Landtagsabgeordneten Alexander Schoch und Sabine Wölfe. Landrat Hanno Hurth ergriff neben anderen Gästen das Wort, um auf einige wichtige Neuerungen auf Kreisebene hinweisen, die für die Mitglieder des Sozialverbandes von besonderem Interesse sind. Für einen angenehmen musikalischen Rahmen sorgten Franz Staedele und Anita Morasch mit Georgy Dzharashneli. Der Gemischte Chor der Concordia mit Wolfgang Schüller an der Spitze sorgte für die Bewirtung der Gäste.
Die VdK-Vorsitzende ging in Ihrer Rede eingangs auf folgenschwere Naturereignisse im vergangenen Jahr ein und appellierte an die gesamte Öffentlichkeit, pflichtbewusst die Folgen menschlichen Handelns und dessen Auswirkungen zu sehen, um den „Kindern und Enkeln eine schöne und lebenswerte Welt zu hinterlassen“. 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit habe man letztes Jahr gefeiert, was „keine Selbstverständlichkeit“ sei. Bei der Wende hätten sich mutige Bürgerinnen und Bürger der DDR „mit Tatkraft und Zuversicht für die Demokratie eingesetzt“. Sie seien auf die Straße gegangen und hätten demonstriert, obwohl es für sie sehr gefährlich gewesen sei. In Anlehnung an die Rede des Bundespräsidenten zur Jahreswende betonte auch die VdK-Vorsitzende, dass man die Demokratie für Meinungs- und Religionsfreiheit sowie das Demonstrations- und Wahlrecht brauche. Aber die Demokratie brauche auch engagierte Menschen, damit sie stark sein könne. l

Konstruktiv in die Politik einmischen
Der Sozialverband VdK mische sich konstruktiv in die Politik ein und verhelfe seinen Mitgliedern zu ihrem Recht, betonte Behnke. Ebenso begleite er die Gesetzgebung kritisch und setze deutliche Akzente für soziale Gerechtigkeit. Als Beispiel nannte sie dabei die Kinder von pflegebedürftigen Eltern, ferner die Erhöhung des Wohngeldes und anderes mehr. „Für das Klima gehen viele Menschen auf die Straße. Wir wollen für das soziale Klima Flagge zeigen“, zitierte Elfriede Behnke die Präsidentin des VdK-Bundesverbandes, Verena Bentele.
Eine „Rente für alle“ sei das Motto der aktuellen VdK-Kampagne, wobei man gegen die wachsende Altersarmut in Deutschland angehe. Nachdrücklich betonte sie die VdK-Forderung, wonach alle in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten, damit „auch alle etwas davon“ hätten. Die private Altersvorsorge lehne der VdK ab, da viele Menschen im Erwerbsleben „mit Ihrem Einkommen gerade mal so über die Runden“ kämen. Ebenso lehne der VdK eine Anhebung des Renteneintrittsalters vehement ab, da dies einem Rentenkürzungsprogramm entspräche. Im Übrigen arbeite nur eine Minderheit bis zur Regelaltersgrenze.

Erasmus von Rotterdam und Ruth Cohn
Bürgermeister Markus Hollemann ging in seinem Grußwort auf einige kommunalpolitisch wichtige Entwicklungen ein. Dabei erwähnte er unter anderem die Weiterentwicklung des Bildungszentrums mit dem vom Verwaltungsverband beschlossenen ergänzenden Neubau. Die neu geschaffene „Verbundschule“ mit den Zweigen Realschule und Werkrealschule soll nach dem Vorschlag der Schulgremien und mit Zustimmung des Gemeinderates „Ruth-Cohn-Schule - Werkrealschule und Realschule" heißen. Er freue sich, dass man in Denzlingen neben dem großen Gelehrten des Renaissance-Humanismus, Erasmus von Rotterdam, als Namenspatron des Gymnasiums nun auch eine bedeutende Psychologin der Neuzeit als Namensgeberin für die kombinierte Werkreal-/Realschule hervorhebe.
Hollemann nannte noch eine Reihe weiterer Projekte, unter anderem den Bau der Inklusion-Werkstätte des Caritasverbandes Freiburg-Stadt an der Vörstetter Straße, wo künftig 50 Menschen mit Behinderung arbeiten könnten. Bald beginne man mit den Bauarbeiten für den Drogeriemarkt an der Ecke Hauptstraße-Rosenstraße. Der Gemeinderat habe ferner mit dem Neubau der Turnhalle Mühlengasse und des Jugendzentrums ein „sehr ambitioniertes Vorhaben auf der Agenda“. Schließlich erinnerte der Bürgermeister an das große Europafest im Sommer vergangenen Jahres, wo man in Denzlingen vier Städte-Partnerschaftsjubiläen gefeiert habe.

Leistungen für Menschen mit Behinderungen
In Vertretung der oben genannten Abgeordneten sprach MdL Alexander Schoch ein Grußwort, wobei er sozialpolitisch relevante gesetzgeberische Maßnahmen hervorhob, unter anderem die dritte Stufe des sogenannten Bundesteilhabegesetzes, die zum Jahresbeginn in Kraft getreten sei. Dieses Gesetz regelt die Leistungen für Menschen mit Behinderungen und will deren Selbstbestimmung und vor allem deren Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärken.
Auf dieses Thema ging auch Landrat Hanno Hurth in seinem Grußwort unter anderem ein. Ein wichtiges Thema sei jedoch gerade für Denzlingen der öffentliche Personennahverkehr. Denzlingen sei die Gemeinde im Landkreis Emmendingen, die auf diesem Feld am besten erschlossen sei. Dies hänge damit zusammen, dass hier die Züge der Elztalbahn und der Rheintalbahn Halt machen. Im Rahmen des Großprojektes Breisgau-S-Bahn 2020 soll voraussichtlich im März mit dem Ausbau der Elztalbahn von Denzlingen bis nach Elzach be-gonnen werden. Geplant sei eine Elektrifizierung der Strecke und der Bau eines Doppel-spurabschnittes in Gutach. Ziel sei es, einen durchgehenden Halbstundentakt bis nach Elzach zu ermöglichen. Während der Baumaßnahmen werde die Elztalbahn zwischen Denzlingen und Elzach stillgelegt und ein Busverkehr als sogenannter Schienenersatzverkehr eingerichtet.

545 Mitglieder in Denzlingen
Im Jahre 2019 seien im Kreiskrankenhaus Emmendingen über 12.000 Patienten stationär behandelt worden, ein Rekord in der über fünfzigjährigen Geschichte des Kreiskrankenhauses. Im kommenden Frühjahr werde man mit dem Neubau einer zentralen Notaufnahme und fünf neue Operationssäle beginnen. Hinzu kommt die Neugestaltung des Eingangsbereiches. Grußworte sprachen schließlich noch Pfarrer Hans-Günter Hartwig namens der Kirchengemeinden und schließlich der VdK-Kreisvorsitzende, Winfried Höhmann, der neben einigen statistischen Daten zum VdK als Sozialverband vor allem zur oben bereits erwähnten Ehrung von Elfried Behnke nach Denzlingen kam. 6758 Mitglieder zähle man aktuell im Landkreis, davon in Denzlingen 545 (314 Frauen und 231 Männer). 175 Menschen seien hier als Behinderte gemeldet (mindestens zu 50 Prozent).

Text und Fotos: Helmut Gall


Sternsinger -Besucher mit Pastoralreferent Benjamin Vogel.Der VdK-Kreisvorsitzende, Winfried Höhmann,  ehrte Elfriede Behnke mit der Ehrennadel des Landesverbandes in Gold.
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